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1920 Schützenverein Welver

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1928 Die drei Anton`s
v.l.n.r.: Anton Schnieder, Anton Fröhlich, Anton Birkenfeld

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1862 Pfeifendeckel

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Saal Wiemer

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1949 Vogelschießen mit der Armbrust

Chronik von 1879 – 1928 (100 Jahre)

Die Geschichte des Vereins ist nicht arm an Humor und Witz. So ist noch eine tolle Fahrt bekannt, natürlich unfreiwilliger Art, auf dem Waldweg zur „bunten Brücke“, wo sich die Musik noch soeben in Sicherheit bringen konnte. Einer der auf dem Leiterwagen befindlicher Musiker, ein alter Kavallerist, blies das Signal zum Galopp, das von den berittenen Fahrern sofort ausgeführt wurde. In Folge der rasenden Fahrt kam der Trompeter gar nicht mehr dazu, den Galopp wieder abzublasen und die Musiker purzelten einer nach dem anderen vom Wagen. Als auch schließlich die Leiter des Wagen herunterfiel, hielten die kühnen Reiter endlich ihre feurigen Rosse an.

Zum anderen ist noch eine Fahrt nach Wambeln lebendig, wo der Wagen, nachdem ein Rad abgelaufen war, allen Gesetzen der Schwerkraft und der Physik trotzend, im rasenden Tempo weiterlief.

In den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts ließ die Beteiligung am Feste zu wünschen übrig, was sich später aber wieder änderte. Die Königsmedaillen, von denen der Verein noch eine nennenswerte Anzahl besitzt, sind zumeist in der Zeit nach der Vereinsgründung einfache Plaketten. Schon zur Zeit der Einigungskriege erscheinen Medaillen, die den großen Orden der Fürsten und Könige nachahmten.

1881 Das Vogelschießen findet nun am Zuckerberg statt. Bisher befand sich die Vogelstange auf dem Kuhkamp des Landwirtes Wiese in Recklingsen.

Die Schießaufsicht übernimmt der königliche Revierförster Holzapfel. Das Amt des Balldirektors übernimmt der beliebte und sehr geehrte Lehrer Honcamp, der auch zu den Gründern des Vereins gehört.

1896 Die Schützen treten zum Abholen des Königspaares zu Fuß an (bis 1895 beritten).

1898 Der Verein feiert sein erstes Winterfest im Saal des Wirtes Schütter.

1915 –1919 kein Schützenfest (1.Weltkrieg)

1920 Nach dem Ende des 1.Weltkrieges wird im Jahre 1920 in Welver wieder ein Schützenfest geplant. Unter der Leitung von Hauptmann Pier feiert der Verein vom 12.-13. Juni im „Saale Wiemer“ das Schützenfest.
Königspaar: Karl Bollenkamp & Sophie Balks.

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1906 Einladung

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1920 Schützenverein Welver

1923 Das Schützenfest muss wegen der Rhein-/Ruhrbesetzung ausfallen.

1924 Nach dem Tod von Ehrenamtmann und Hauptmann Pier wird Leopold Heymühle aus Meyerich zum Hauptmann des Vereins gewählt.

1928 Der Schützenverein Welver feiert sein 100-jähriges Jubelfest. Der „Soester Anzeiger“ berichtet über den Verlauf des Festes:

„Der Schützenverein Welver feierte am Samstag, den 8. und am Sonntag, den 9. Juli sein 100-jähriges Jubelfest. Wie man erwartete war die Teilnehmerzahl an diesen Tagen den bisherigen Festen weit überlegen. Die Einwohner von Welver und Umgebung hatten es auch nicht an der nötigen Ausschmückung der Straßen fehlen lassen und so sah das Dorf denn sehr festlich aus.

Pünktlich um 7 Uhr hatten sich am Samstag die Schützen versammelt und marschierten unter den Klängen der Musik, die von der Kapelle Kruse, Dortmund ausgeführt wurde, nach Meyerich, um ihren Hauptmann, Herrn Leopold Heymühle abzuholen. Nachdem man sich dort auf dem Gutshofe von dem frühen Marsch ein wenig gestärkt hatte, wurde der vorjährige König , Herr Georg Salthammer abgeholt. Dann begab sich die ganze Gesellschaft zur Vogelstange, wo um 10 Uhr mit dem Vogelschießen begonnen wurde. Nach 147 wohlgezielten Schüssen kamen die letzten Reste des Vogels herunter. Herr Theodor Hinkelmann aus Meyerich wurde König des Vereins und erkor sich Fräulein Franziska Holthoff, Niederbergstrasse zur Königin.

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1928 Die drei Anton`s
v.l.n.r.: Anton Schnieder, Anton Fröhlich, Anton Birkenfeld

Beim Flatterschießen erhielten Preise: Anton Obhues, Heinrich Hennenkemper, Rudolf Röttger, Karl Teigeler, Emil Brinkmann (alle aus Meyerich), Christian Wiemer aus Welver und Albert Schulze aus Flerke.
Um 17 Uhr begann dann die Feier im Saal von Herrn Christian Wiemer, Buchenwald in Welver. Ein gemütliches Zusammensein und frohe Tänze erheiterten ein paar Stunden lang die Herzen der Teilnehmer.
Am Sonntag, den 10. Juni trat der gesamte Schützenverein um 14 Uhr bei der Wirtschaft Georg Schüfer in Welver an. Der Reiterverein Welver hatte es sich nicht nehmen lassen die Feier durch seine Teilnahme zu verschönern. Nachdem der König und die Königin abgeholt waren, marschierten alle zum Buchenwald. Hier wurde von 15-20 Uhr von der Kapelle Kruse aus Dortmund ein künstlerisches Konzert ausgeführt. Bei Eintritt der Dunkelheit machten alle eine Fackelpolonaise. Der Rest des Tages wurde bei Spiel und Tanz verbracht. Ein froher Geist wehte durch alle Herzen und man kann sagen, dass es ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes war.“

1928 Gründung der Avantgarde durch Karl Griesenbrock anlässlich der 100 Jahrfeier des Vereins. Bereits im Jahre 1905 war der Antrag gestellt worden, eine Avantgarde zu gründen. Bis es dann aber endlich so weit war, vergingen nochmals 23 Jahre.

Lehrer Schütter hat zum Jubiläum eine Vereinschronik erstellt.

Hauptmann Heymühle legt jedem Schützenbruder dringend ans Herz, sich einen Schützenhut anzuschaffen.

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Lieferung neuer Schützenhüte